Pita, ein paar Züge und interessante Landschaft - Per Zug nach Sarajevo (Reisebericht)

[b]Tag 1 - Servus, Balkan![/b]

Liebe Leute, Pita Sirnica, ein paar alte Züge und interessante Landschaft: Das wollten wir (ein bisschen vereinfacht gesagt) erleben, als wir Ende Januar 2026 mal wieder aufbrachen - für eine Reise nach Sarajevo. Dort und drumherum entdeckten wir einiges Spannendes. Insofern freue ich mich, wenn ihr an Board seid: Gen Südosten! TEIL 1 [b]Tag 1 - Servus, Balkan! [/b] Wir starten unsere Reise an einem Freitagnachmittag im Berliner Hauptbahnhof. Unsere erste Etappe führte uns in einem ICE1 - mein „neuer“ Lieblings-ICE - von Berlin gen Süden. Fünf Minuten vor der Abfahrt um 15:51 Uhr fuhr ICE 801 im Tiefgeschoss des Bahnhofs ein. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/wh2k6tz0i4pw2k71fegjw/IMG_4611.jpeg?rlkey=yhpyws1ji6rgko494wpzdoavq&st=n9i1pkmj&dl=0[/img] Wir machten es uns in Wagen 1 gemütlich und bewegten uns bei überraschend viel Schnee in Richtung Süden. Die Strecke war für uns zwar eigentlich unspektakulär, doch dank der urlaubsdominierten Alles-kann-nichts-muss-Stimmung war schon die ICE-Fahrt ein angenehmes Erlebnis. Wir blickten aus dem Fenster, aßen leckere Dinge und laßen interessante Bücher, [url=https://www.bpb.de/shop/buecher/schriftenreihe/571370/der-westbalkan/]ich stimmte mich etwa schon auf die kommende Region ein[/url]. Überpünktlich erreichten wir Halle, Erfurt und Bamberg und auch danach waren wir nur minimal verspätet. Gegen Viertel nach Acht erreichten wir dann Augsburg Hbf, wo wir den ICE verlassen und mir direkt die Bahnhofsschilder aus den 80/90er (?) Jahren ins Auge sprangen. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/qa3luchw85yjgrqd8iab6/IMG_4616.jpeg?rlkey=stysy06e7f0c86s3r4gla78kx&st=rrdcnm7p&dl=0[/img] Da wir bis zur Weiterfahrt etwa drei Stunden Zeit hatten, verliessen wir den Bahnhof für ein gutes Abendessen. Zuvor blickten wir noch einmal auf das für uns bis dato unbekannte Bahnhofsgebäude zurück. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/blaxjufd5aq977qszf916/IMG_4620.jpeg?rlkey=twyt94tkpc587327fb0zy79wu&st=94i9m8c1&dl=0[/img] Im - etwas skurril im Hinterhaus befindlichen - [url=https://www.google.com/maps/place/La+Villa+Ristorante/@48.3667534,10.8885169,650m/data=!3m1!1e3!4m7!3m6!1s0x479ebd52648a958f:0x3191a5efcfcae3f4!8m2!3d48.3667734!4d10.8916572!15sCgtSZXN0YXVyYW50c1oNIgtyZXN0YXVyYW50c5IBEml0YWxpYW5fcmVzdGF1cmFudJoBRENpOURRVWxSUVVOdlpFTm9kSGxqUmpsdlQyMTRiRTVYZEhOVFZFWTFWMFpOTVdNeGJ6VmlSMVpSV1cwNWFWVXlZeEFC4AEA-gEECAsQOg!16s%252Fg%252F1tj3236h!5m1!1e2?entry=tts&g_ep=EgoyMDI2MDIwOS4wIPu8ASoASAFQAw%253D%253D&skid=07bff7c0-edee-423e-913f-8fcf493cea6f]Ristorante „La Villa“[/url] kehrten wir für ein leckeres Abendessen ein und wurden fündig. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/admepp7m92rnnn6brlbzo/IMG_3664.jpg?rlkey=bom1bfsmbzfu9h0c5nzifd2pn&st=jpve1mvc&dl=0[/img] Gegen 22:30 Uhr machten wir uns dann wieder auf den Weg zum Bahnhof. An der großen Anzeigetafel im, übrigens sehr sauberen und modernen, Bahnhofsgebäude von Augsburg Hbf war unser Zug, wenn auch nur mit dem Zugteil nach Venedig, schon angeschrieben. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/9q6knhxdeiokc2snyw85x/IMG_4624.jpeg?rlkey=8pfjaqmkrecjcefsxw859jp15&st=qrb4eti7&dl=0[/img] Als wir den Bahnsteig gerade betraten, rollte auch schon der Nachtzug ein. Die DB-Anzeige zeigte die drei Zugteile sehr gelungen an. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/a4rpxcoe48rvs7npxefz6/IMG_4629.jpeg?rlkey=z11grxg6zg0cxc1evt2pydx8i&st=evu1mwrx&dl=0[/img] Wir hatten ein Privatabteil im Liegewagen gebucht, welcher von der kroatischen Staatsbahn HŽPP betrieben wird. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/w87s9un5vcvs6x1v6yvdt/IMG_4631.jpeg?rlkey=3qgkkiy0fg2a28fgftkbusqrr&st=ozwxpmao&dl=0[/img] Auch wenn man das Wort „Wohnzimmeratmosphäre“ vielleicht nicht ganz mit dem kroatischen Liegewagen in Verbindung bringen würde, war unser erster Eindruck positiv. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/liue8m2vpfjyj1pchzpjv/IMG_4637.jpeg?rlkey=7dc160rtz9qxge2y7n49utqnc&st=k3eke0mh&dl=0[/img] Unser Liegewagenabteil gefiel uns äußerst gut, da es auf uns einen gepflegten und geräumigen Eindruck machte, der durch das große Fenster verstärkt wurde. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/viixcp397mk073locx2fk/IMG_4633.jpeg?rlkey=u0b5fuos4mxu8pb60y12drtf2&st=b0h36ycm&dl=0[/img] [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/enudasxkidaizxts0k6pz/IMG_4634.jpeg?rlkey=fskzanu1lgemfnz13xnrs4wbw&st=68jpqhm5&dl=0[/img] Der freundliche Liegewagenbetreuer erklärte uns noch kurz unser Abteil, nahm unser ausgedrucktes Ticket entgegen und wünschte uns noch eine gute Nacht, welche wir auch kurz danach umsetzten. Kurz hinter München schlief ich schon dem Balkan entgegen. [b]Tag 2 - Vom Lisinski an die Una[/b] Gegen 08:30 Uhr wurde ich kurz hinter Ljubljana wach, als wir gerade durch das enge Savetal fuhren. Etwa eine halbe Stunde später kam der Liegewagenbetreuer und fragte uns, ob wir Frühstück wollen würden. Ich entschied mich - zum ersten Mal in meinem Leben - für ein mit Schokolade gefülltes 7-Days-Croissant. Es ist eines dieser Sachen, die mir bei Nachtzugfahrten schon oft begegnet waren, ich allerdings noch nie ausprobiert hatte. Bis zu diesem Tag. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/rwlml05skulteazfv0nor/IMG_4644.jpeg?rlkey=3lggl4clqft54u95yqvwoac4f&st=q9n2read&dl=0[/img] Nach dem der Öffnungsprozess abgeschlossen war, blickte mich ein labbriges Teigröllchen an, welches gerade mehrere Stunden in Wasser gelegen haben muss - so zumindest meine Deutung. Nach den ersten mir Überwindung kostenden Bissen hatte ich mich durch eine harte Durststrecken bis zum Beginn der Schokoladenfüllung vorgegessen. Diese erleichterte mir das weitere Vordringen deutlich, da es immerhin den „Geschmack“ und die Konsistenz des „Gebäckes“ übertünchte. Kurz vor dem Ende hörte die Schokoladenfüllung wieder auf - und ich zog trotzdem durch! Bis zum slowenischen Grenzbahnhof Dobova hatte ich mich wieder erholt und konnte dem Lokwechsel von ÖBB-Taurus auf eine kroatische HŽPP-Lokomotive beiwohnen. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/k3jzf5lij989ygeimxns6/IMG_4656.jpeg?rlkey=hbp9u5ixqx6gpyxyo71o6er9j&st=o6mpun1n&dl=0[/img] Nur wenige Kilometer hinter der Grenze blieben wir dann überraschend stehen. Warum, blieb offen. Da wir in Zagreb drei Stunden Umstiegszeit eingeplant hatten und wir sowieso im Urlaub waren, störte uns das aber nicht. Nach ungefähr einer halben Stunde kam der Liegewagenschaffner vorbei und erklärte uns, dass es ein Problem mit der Lok gäbe, weshalb wir hier - auf freier Strecke - auf einen anderen Zug umsteigen müssten. Wir packten schnell unsere Sachen zusammen und gegen 11:30 Uhr hielt neben uns ein regulärer Regionalzug irregulär an und wir konnten mithilfe des Schaffners und eines großen Schrittes in den am Nachbargleis stehenden Zug wechseln. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/ox1o7c6tlzb6qgk81nvr6/IMG_4658.jpeg?rlkey=mk5mpwag061w6nkhfwn004n8c&st=mowconku&dl=0[/img] In den Vororten von Zagreb füllte sich der Triebwagen immer mehr, was für die kurze Fahrt jedoch kein Problem war. Kurz nach 12:00 Uhr erreichten wir dann auch Zagreb Glavni Kolodvor. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/heok27mgsa5g19obiik6r/IMG_4660.jpeg?rlkey=vsbpm6vzdz82mjsmedel3sidi&st=k21zsxh3&dl=0[/img] [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/j9fq5pfrnryzfxqmei6k5/IMG_4662.jpeg?rlkey=t1xazoabnjy97luxil3yez6mw&st=45buwgvu&dl=0[/img] [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/hdaoysx8gifmnzkgyvq8n/IMG_4661.jpeg?rlkey=nartxng79bj3h7u7wwkbtpq4n&st=gpxca4pz&dl=0[/img] [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/fcjipoz0n7g5fr0ql4mmk/IMG_4663.jpeg?rlkey=338wnyr3g0ylsxrfxtew2gs6o&st=i0jg04v6&dl=0[/img] Wir liefen zu einem Cafe unweit des Bahnhofes, wo wir es uns für eine knappe Stunde gemütlich machten und frühstückten. Zurück am Bahnhof fiel uns eine Tafel mit dem Alphabet und einigen wichtigen kroatischen Floskeln auf, was uns sehr gefiel. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/s1ff8ocdn6ui2y0cpencf/IMG_4673.jpeg?rlkey=0sz4we70tioz5o7miypkuapdd&st=qobu0y0r&dl=0[/img] Zuvor wollten wir eigentlich am Fahrkartenschalter Tickets für die Weiterfahrt kaufen. Wir waren hatten die vorhandene Warteschlange jedoch nicht einkalkuliert. Zum Glück gelang es uns noch kurzfristig online Tickets zu kaufen. Für unsere Weiterfahrt in Richtung Sunja stiegen wir in einen modernen Triebwagen, der sich im Lauf der Fahrt immer mehr leerte. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/ycwnddtslnnhgt9nhyayg/IMG_4675.jpeg?rlkey=tp9ti7rumw7xz2yqx8rv4d3vy&st=xl1suc3y&dl=0[/img] Bei guten Keksen und interessanter Lektüre fuhren wir durch Kroatien. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/zgd6a3s4w1vqgtdoo59ui/IMG_4677.jpeg?rlkey=ejdniar3fghbwbml8yreipuwg&st=momryym9&dl=0[/img] Schließlich erreichten wir die zum Haltepunkte zurückgebaute Station Hrvatska Kostajnica, die unweit der Grenze zu Bosnien-Herzegowina liegt, über die jedoch schon seit fast einem Jahrzehnt kein planmäßiger Personenverkehr mehr besteht. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/32awbbayd8uw2nphrc8b1/IMG_4678.jpeg?rlkey=5thuxzorfotcodaigascu4jzj&st=5bhkgcbv&dl=0[/img] Der Zug fuhr noch eine Station weiter, bis zum kroatischen Grenzbahnhof Volinja. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/jqoqzdl80934aghfv2fxz/IMG_4679.jpeg?rlkey=1bq31r4iejl2fr3uho7e84tqa&st=vxx2fy57&dl=0[/img] Neben uns stiegen noch etwa zehn weitere Menschen aus dem Zug aus, die anschließend größtenteils an einer Bushaltestelle warteten. Wir jedoch liefen die Straße bergab und warfen schon einige Blicke auf die andere Seite des Flusses, die schon zu Bosnien gehört. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/8012fk4mhvtwsbs59tsee/IMG_4684.jpeg?rlkey=lugv839vz4ktztrhytuij0p47&st=2ek1s0sr&dl=0[/img] Hrvatska Kostajnica machte auf uns einen fast schon verlassenen Eindruck, während wir an der Hauptstraße entlang liefen. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/sn2u2fsjsswd0kibgabcq/IMG_4685.jpeg?rlkey=onqjndyy4ib9u71j4hap84own&st=8p313r9m&dl=0[/img] [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/vh266o1wstpvk7l03ppys/IMG_4689.jpeg?rlkey=0k1zztaunvij5cjf8uuiil25u&st=3nntg267&dl=0[/img] Das Hotel Central scheint inzwischen nicht mehr in Betrieb zu sein. Schade. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/q9qde1fs3qbxb6rw9h33b/IMG_4696.jpeg?rlkey=1tjhb06x5v42f7f531fv0ee0w&st=2vh8gti1&dl=0[/img] Anschließend liefen wir entlang des Flusses Una in Richtung Grenzbrücke. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/off902lpgmfxe2i88sbni/IMG_4697.jpeg?rlkey=irn7z4i583pwfet3krfsccz05&st=jrd1ngce&dl=0[/img] An der Grenze kamen wir dann ohne Wartezeit durch die kroatische Ausreise- und bosnische Einreisekontrolle. Im Gegensatz zu [url=https://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?030,10879924]unserem Besuch im Sommer 2024[/url] war im bosnische Ort Kostajnica nun, Ende Januar, deutlich weniger los. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/v9lc0mkp2di1j5tppk0fa/IMG_4699.jpeg?rlkey=hs5lddkdmufzvbgh4wkmxrssl&st=6a9gwhhl&dl=0[/img] Auf dem Weg zu unserer Unterkunft kamen wir auch an einem Werbeschild vorbei, welches auf den verfassungswidrigen [url=https://www.dw.com/de/banja-luka-nationalisten-aus-bosnien-und-serbien-feiern-verbotenen-tag-der-republika-srpska/a-71264708]Tag der Republika Srpska am 9.Januar[/url] hinweist. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/5qyarpnw6pc8ts13ijv68/IMG_4701.jpeg?rlkey=zbxc2wr4te4l9v0xv8kudl0p8&st=th97n596&dl=0[/img] Nachdem wir dem Verlauf der Hauptstraße gefolgt waren, liefen wir schließlich durch einige Nebenstraßen. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/hyytc4en3uv3yxk1tf6pw/IMG_4703.jpeg?rlkey=duvumvza0t71mwj2s6qeilid7&st=kg0x1zob&dl=0[/img] Danach liefen wir etwas außerhalb des Ortes wieder in Richtung des Flusses zu unserer [url=https://mapy.com/s/gulofetura]Unterkunft[/url], welche sich in einem der Holzhäuser rechts (im unteren Bild) befand. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/o7vi9th3vion7agdg5ge0/IMG_4708.jpeg?rlkey=l4zsxiqu7ols1o6x2lg7ajwh4&st=recec8cl&dl=0[/img] An der Unterkunft trafen wir zufällig direkt unseren Vermieter, der uns zu unserer Hütte führte. Nach zwei Stunden in der Hütte machten wir uns zum Abendessen in den Ort auf. Doch leider fanden wir kein geöffnetes Restaurant, welches nicht komplett verraucht war. Daher kauften wir im Supermarkt noch etwas ein und machten uns dann in unserem Häuschen Abendbrot, bevor wie müde in die Federn fielen. [b]Tag 3 - In die Hauptstadt, die keine ist [/b] Am nächsten Morgen wachte ich bei etwas Sonnenschein mit Blick auf die Una auf. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/tgsso68qbs9wbsc1cj2th/IMG_4711.jpeg?rlkey=to7ooriz0a2yf9wukrrqjb0mf&st=943s3iyu&dl=0[/img] Nach einem Frühstück packten wir unsere Sachen zusammen und bestiegen um 11:00 Uhr das [url=https://www.google.com/maps/place/Taxi+Wolf/@45.0484901,16.3749175,691m/data=!3m2!1e3!4b1!4m6!3m5!1s0x4766d4ef1129f65d:0xbfde09d3509b5695!8m2!3d45.0484901!4d16.3774924!16s%252Fg%252F1ptyrvp6g!5m1!1e2?entry=tts&g_ep=EgoyMDI2MDIwOS4wIPu8ASoASAFQAw%253D%253D&skid=a8236e1d-e247-40b4-a342-e70837670317]Taxi Wolf[/url], welches wir vorher bestellt hatten. Für 30 EUR fuhr uns dies bis nach Novi Grad. Dabei fuhren wir auch am Bahnhof Dobrljin vorbei, wo der Zug, den wir später in Novi Grad bestiegen, bereits fast sechs Stunden vor der Abfahrt steht, was nicht zuletzt damit zusammen hängt, dass die Eisenbahn der Republika Srpska zum Fahrplanwechsel im Dezemeber 2025 etwa die [url=https://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?030,11371628,11371747#msg-11371747]Hälfte ihres Eisenbahnverkehrs eingestellt[/url] hat. Während der Taxifahrt konnte ich auch das Einfahr-Formsignal von Ravnice (?) ausmachen. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/n2u3bv05pttijwgm7z3m6/IMG_4724.jpeg?rlkey=10qfef943vipvlzkgf6zxjdur&st=ewxv61nz&dl=0[/img] Nach einer unkomplizierten Taxifahrt ließ uns der Taxifahrer im Stadtzentrum von Novi Grad raus. Da wir bis zur Abfahrt des Zuges nach Banja Luka noch einige Stunden Zeit hatten, liefen wir zunächst entlang der Una und blickten dabei auf die Grenzbrücke zu Kroatien. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/6z5dfnme9bgx1vs11yxp6/IMG_4728.jpeg?rlkey=e0trsvdbxsxkm1kiv6p59m2sn&st=tsbjd4lf&dl=0[/img] Während unseres Spaziergangs entlang des Flussufers kamen wir auch an einem ehemaligen Hotel vorbei. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/k8xt8xijbvw9vrs0cm97e/IMG_4729.jpeg?rlkey=2qtmy6ec69yes9sy30dkvz8l1&st=wx895k54&dl=0[/img] Wir trafen auch auf die Bahnstrecke nach Bihać, auf der seit 2020 leider keine Personenzüge mehr rollen. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/tbfnr1llthiuyhulq0oif/IMG_4731.jpeg?rlkey=82i414qijrgj7anmxaax9gjis&st=ghdqt24m&dl=0[/img] Nach unserem kleinen Rundgang durch Novi Grad waren wir wieder in der Innenstadt, wo wir uns im Supermarkt noch mit Proviant eindeckten und uns anschließend in einem nur ein bisschen verrauchten Restaurant bei guten Pommes die Zeit vertrieben. Danach liefen wir zum Bahnhof, wo wir am Schalter zunächst Tickets kauften. Zum Glück hatten wir schon Bosnisches Kleingeld, denn die Kasse bestand aus einem kleinen Plastikeimer ohne viel Wechselgeld. Neben uns warteten, was uns überraschte, bestimmt gut ein dutzend weitere Leute auf den Zug nach Banja Luka. Dieser kam dann auch, in einer fast schon abenteuerlichen Kombination aus einer Lokomotive ohne Licht mit einem Abteilwagen am Haken, angerattert. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/r42utc4g5r1s3dxonvp9q/IMG_4741.jpeg?rlkey=yyc1brxd0b5tpb5ab8sm22z43&st=nwjfojbz&dl=0[/img] Pünktlich um 15:15 Uhr verließ P 6423 Novi Grad und wir schauten dem Bahnhofsvorsteher noch kurz hinterher. Sowieso kam an fast jedem Bahnhof der:die Bahnhofsvorsteher:in aus dem Bahnhofsgebäude raus und gab per Kelle den Abfahrtsauftrag bzw. dessen Genehmigung. So auch am ersten Unterwegshalt Blagaj. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/7ce89ffg86egicyw11zb6/IMG_4742.jpeg?rlkey=ax2j9fcq6kca0vr798rhohdk8&st=jsv5csyg&dl=0[/img] Wir ratterten bei gemächlichem Tempo Schienenstoß für Schienenstoß gen Osten. Zwischendurch hielten wir immer mal wieder an mehr oder weniger ausgeschilderten Stationen an und es fand kurz Fahrgastwechsel statt. Nach einer guten Stunde Fahrzeit erreichten wir Omarska, wo das Zugpersonal der sich begegnenden Züge in den jeweils anderen Zug wechselte und sich zuvor zu einem kleinen Plausch vor dem Bahnhofsgebäude traf. Pünktlich um 16:26 Uhr ratterten wir dann weiter. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/4a2dfkid7saybdwekalhr/IMG_4756.jpeg?rlkey=6xl9r0aqhb6mqp0xpx7l727vx&st=rois0hpi&dl=0[/img] In der Dämmerung erreichten wir gegen 16:20 Uhr Banja Luka. Bei der Einfahrt in den Bahnhof fiel mir ein Reisezugwagen auf, der noch in DR-Lackierung war. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/2e7ohkvtncn9dqyux1sst/IMG_4761.jpeg?rlkey=xaavq28g559zw4sji3s5v08o5&st=pfix755a&dl=0[/img] Rückblick auf unser Abteil. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/hlaoehygr7pnf2sgsl9ar/IMG_3717.JPG?rlkey=b4walv8muyz36v9bxwvmn62sx&st=63v88kgo&dl=0[/img] Angekommen in Banja Luka. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/zqxsc4ebcxlgq8woynoep/IMG_3719.JPG?rlkey=av59r872dqk5iaf386he76drh&st=lwqkgc4u&dl=0[/img] Bereits im Sommer 2024 waren wir in Banja Luka für ein paar Stunden, doch wir wollten mehr sehen von der „Hauptstadt“ der Republika Srpska, weshalb wir uns entschieden, auf dieser Reise wenigstens eine Nacht dort zu verbringen. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/urzco8ytaq6olx3h5laq9/IMG_3720.JPG?rlkey=udfaczh8r4k2vhjp13tnu8gnt&st=i9x9egw1&dl=0[/img] Wir folgten den Menschen, die den Bahnhof Richtung Busbahnhof verliessen. Die Linie, die Google Maps anzeigte, die wir ins Stadtzentrum nehmen mussten kam aber nicht und zwischenzeitlich standen wir schon ganz alleine am Busbahnhof. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/s8mzqlr4r4sfxqdwwovxv/IMG_4762.jpeg?rlkey=180hpkh0gv3ayckx02hiiy9q6&st=lo3mkypy&dl=0[/img] Schließlich kam der Bus gen Zentrum dann doch und wir kauften beim Fahrer Tickets für die Fahrt. Von der Bushaltestelle liefen wir dann noch 15 Minuten zum Wohnblock, wo unsere Ferienwohnung lag. In der hypermodernen Wohnung empfing uns schon die Mutter des Vermieters. Wir teilten jedoch keine gemeinsame Sprache, weshalb sie ihren Sohn anrief, mit dem wir auf Englisch kurz alles Wichtige abklärten. Zum Abendessen liefen wir zu einem vom Vermieter empfohlenen [url=https://mapy.com/s/fusejamoha]Restaurant[/url], wo wir mit Blick auf die Vrbas in schöner Atmosphäre zu Abend aßen. Nach dem Abendessen liefen wir wieder entlang der Wonblöcke, zu denen ich gar nicht eine so große Ablehnung empfinde. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/7ncwqi4vj8guxj39dxk2y/IMG_4763.jpeg?rlkey=f64q4rj4iwkxbftb7ptglqn7i&st=p6dyg5mk&dl=0[/img] Wieder zurück in der Wohnung [url=https://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?030,11364147,11366669#msg-11366669]rätselte ich noch etwas bzgl. unserer „Rückfahrt“[/url] von Sarajevo wieder nach Zagreb und schlief danach beruhigt ein. [b]Tag 4 - Ein Kastel von früher, eine abendliche Zugfahrt und die Entitätsgrenze[/b] Erstmal schlief ich gemütlich aus, um danach einen denkwürdigen Kontrast festzuhalten. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/g1nllivft6dh87v5ovre4/IMG_4768.jpeg?rlkey=m6k99zwtjw6a298da87yv2ft1&st=4qi6971p&dl=0[/img] Kurz nach 10:00 Uhr machten wir uns dann auf, um etwas zum morgendlichen Schnabulieren zu finden. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/g0c1kivcw1qlcwacww3f4/IMG_4769.jpeg?rlkey=83i69uo15vzsw33hu806lu3h3&st=kw3d3szr&dl=0[/img] Erstmal überquerten wir aber die Vrbas. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/pqdeq2lu2z302hk5sr3af/IMG_4771.jpeg?rlkey=k2zmz37wvgmk4ilk5t5nm1mx0&st=weotics8&dl=0[/img] Ein Cafe zum Frühstücken fanden wir zwar nicht, dafür jedoch eine sehr gute Bäckerei, wo wir allerlei Leckeres einkauften. Auf dem Rückweg liefen wir wieder zwischen Gärten und sozialistischer Architektur durch. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/u2m7drgkkw4ocbkt7487n/IMG_4772.jpeg?rlkey=lts5htsqm2u2wuo8fqydffcys&st=570blv2x&dl=0[/img] Wieder in der Wohnung aßen wir dann Einiges der leckeren Backwaren. Um 12:00 Uhr verließen wir wieder die Hypermodernität und liefen in Richtung Innenstadt. Unterwegs kamen wir unter anderem [url=https://www.google.com/maps/place/Palace+of+the+President+of+the+Republic+of+Srpska/@44.7722909,17.1924485,199m/data=!3m1!1e3!4m6!3m5!1s0x475e031a4ef14fcb:0xf022bbca987aadd9!8m2!3d44.7724587!4d17.1929574!16s%252Fg%252F1pv5xy50_!5m1!1e2?entry=tts&g_ep=EgoyMDI2MDIwOS4wIPu8ASoASAFQAw%253D%253D&skid=464403c9-104c-471b-bb52-cedae533ae12]Palast des Präsidenten der Republika Srpska[/url] vorbei, in dem seit diesem Jahr Dodiks Parteifreund [url=https://en.wikipedia.org/wiki/2025%E2%80%9326_Republika_Srpska_presidential_election]Siniša Karan residiert[/url]. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/f204qa6nt1id1lt501i84/IMG_4774.jpeg?rlkey=faqt4p12cv3jy9dlcc5n9hvn4&st=e0j53ssu&dl=0[/img] Gegenüber des Präsidentenpalastes stießen wir auf das Kulturzentrum. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/635devjp0qsrf2hoe9gpg/IMG_4775.jpeg?rlkey=y4xbm68rvh8s9g7f20xvvvvut&st=rqfhb5yw&dl=0[/img] Am gleichen Platz liefen wir ebenfalls an einer [url=https://www.google.com/maps/place/Christ+the+Savior+-+Serbian+Orthodox+Cathedral/@44.772378,17.1908926,347m/data=!3m1!1e3!4m6!3m5!1s0x475e031bb6356341:0xa96a043850d3a275!8m2!3d44.772378!4d17.1916321!16s%252Fm%252F0k94hzw!5m1!1e2?entry=tts&g_ep=EgoyMDI2MDIwOS4wIPu8ASoASAFQAw%253D%253D&skid=079315e8-0190-43dd-9d40-de5fc038c932]christlichen-orthodoxen Kathedrale[/url] vorbei. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/7993qchmhs5ktfe6o0ath/IMG_4777.jpeg?rlkey=kz8k2q334j59xrvt4lzejtif3&st=en1572wk&dl=0[/img] Die Innenstadt von Banja Luka besteht ansonsten aus relativ wenigen pittoresken Bauten, was nicht zuletzt dazu beitrug, dass wir das Zentrum als eher unspektakulär empfanden, obwohl relativ viele Menschen unterwegs waren. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/u57zk4jrsll8boerm6m0b/IMG_4779.jpeg?rlkey=3bnnndtt15regg8xs8wf394fh&st=oqkj453b&dl=0[/img] Nachdem wir den Trg Krajine überquert hatten, liefen wir durch eine Markthalle. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/8p4fgu8g04wna089hs01x/IMG_4782.jpeg?rlkey=de1ddf5kl4nlg5i8inzlc6ot0&st=igsykhr2&dl=0[/img] Nachdem wir erfolgreich eine Straße überquert hatten, kamen wir zum Tvrđava Kastel. Eine Infotafel wollte uns auch noch irgendwas erzähen... [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/5hsjsv49x0jprpgtpkrik/IMG_4784.jpeg?rlkey=mc1sht35jgae91pg0xqw0yhts&st=shvzi31o&dl=0[/img] Ich fand diese Festung jetzt gar nicht mal so spannend, weshalb es mir ganz gelegen kam, dass wir uns bald auch schon in Richtung Bahnhof aufmachten. Nach einem kurzen Zwischenstopp in einem Cafe und Provianteinkauf fuhren wir mit einem Kleinbus wieder zum (Bus-)bahnhof. Der Bahnhof kam uns wie ausgestorben vor und wirkte auf uns fast wie ein Lost Place. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/2t3bbkhikkwt5dww32bgn/IMG_4793.jpeg?rlkey=p4zv2f4z3xfwzt7gyq5kbcq6s&st=2utvegxn&dl=0[/img] Die Anzeige spiegelte die Bedeutung des Zugverkehrs in Bosnien wieder... [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/bw7d599a1plbmqe1mqdhd/IMG_4795.jpeg?rlkey=stwx8qms334jq67q3wodrrnz3&st=x2qs5iwv&dl=0[/img] Am Schalter mit einer nicht mehr ganz aktuellen Aufschrift... [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/s5qdqkq8enpf87w9ew8lw/IMG_4796.jpeg?rlkey=p1b28savkbrjikgt5q2bkueex&st=tt4ukmdp&dl=0[/img] ...wurde uns gesagt, dass wir die Fahrscheine im Zug kaufen sollen. Am Hausbahnsteig stand der Zug nach Doboj schon bereit und es saßen auch schon einige Menschen in der Zwei-Wagen-Garnitur. Währenddessen lief der fröhliche Schaffner mit seiner Schaffnermütze leise singend durch den Zug. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/imlq0ey1z9yfbcpo3223q/IMG_4798.jpeg?rlkey=wtzb4952brw5inuockefkbf5c&st=66c1zqsy&dl=0[/img] Wir fanden noch ein freies Abteil und ließen uns dort nieder. Gegen 15:40 Uhr rollte der Zug dann los. Nach dem ersten Zwischenhalt in Incel kam der Schaffner zu uns und verkaufte uns Tickets nach Doboj. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/6278ik1e131svyuvzbxq7/IMG_4804.jpeg?rlkey=zqsw8f728kc7b5me915ywydfz&st=p0sngaxs&dl=0[/img] In Ukrina kreuzten wir um 16:39 Uhr mit dem Gegenzug. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/08rv38e8t9o5s6vzabuqp/IMG_4809.jpeg?rlkey=srlsqsxnat8y97ln2zeix78e7&st=w7xhim3y&dl=0[/img] Gemächlich ratterten wir von Station zu Station, genau richtig um die Atmosphäre dieser Zugreise durch diese Hügellandschaft zu genießen. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/dtkar9p9ui0ki3a8aeot7/IMG_4815.jpeg?rlkey=nxzheb36aqnblxyodq7yf6hj3&st=wi8341tj&dl=0[/img] Aus dem gefühlten Nichts tauchte kurz vor Stanari [url=https://en.wikipedia.org/wiki/Stanari_Thermal_Power_Plant]eine Fabrik[/url] auf, die die Idylle der gemächlichen Zugfahrt durchbrach und doch irgendwie genau dazu passte. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/piki1vtndsd2eb6keaw0k/IMG_4817.jpeg?rlkey=sqh4rnu5nh7kbjst7t44uqhgv&st=e9msax7o&dl=0[/img] Die Fahrt durch die Dämmerung hatte eine ganz besondere Stimmung. An den besetzten Bahnhöfen kam immer ein:e Bahnbedienstete:r aus dem Häuschen und gab mit grünem Licht die Zustimmung zur Weiterfahrt, bevor im Bahnhof bestimmt für Stunden wieder Stille einkehrte. Andere Bahnhofsgebäude wirkten verfallen und wurden nur durch die Scheinwerfer der parkenden Autos beleuchtet, dessen Fahrende auf Menschen aus dem Zug warteten. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/oyupqge2jpj61ebhuelqu/IMG_4830.jpeg?rlkey=1s8wlvzxghxe545egpbteelr1&st=c6o4snzc&dl=0[/img] Kurz vor 18:00 Uhr rollten wir dann in die Endstation ein. Doboj war erreicht. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/k8k4w5y1uqzhf8cjz99fy/IMG_4839.jpeg?rlkey=8bkqxhotwqi9ro8n2xmxmecuo&st=hp7mar2c&dl=0[/img] Nach einem kurzen Gang durch das Bahnhofsgebäude sahen wir auf dem Vorplatz schon das Taxi stehen, welches wir vorbestellt hatten und uns über die Entitätsgrenze in die Föderation, genauer gesagt nach Maglaj, bringen sollte. Vor der Abfahrt verstaute der Taxifahrer das gelbe „TAXI“-Schild noch wortlos im Kofferraum und schon verließen wir die Republika Srpska. Nach einer knappen halben Stunde Fahrt ließ uns der Taxifahrer am Bahnhof von Maglaj raus, wo wir uns bedankten und noch einen Blick auf den Bahnhof fallen ließen. Dessen Empfangsgebäude war aber abgeschlossen, schließlich fuhr der nächste Zug erst in zehn Stunden ab. Wir liefen vom Bahnhof nur gut fünf Minuten zum, nach unserem Geschmack etwas zu (pseudo-)luxeriösen, Hotel. An der Rezeption wurde uns dann gesagt, dass die Übernachtung nun auch teurer sei, als zuvor über Booking angegeben. Naja. Übrigens stand in jeder (!) stationären Unterkunft unserer Reise in Fernseher. Ich werde nie verstehen warum, dass heute immer noch sooo üblich ist. In Maglaj machten wir aber kurz vom TV-Gerät gebrauch und schalteten den öffentlich-rechtlichen Fernsehsender BHRT ein, der zufällig gerade Nachrichten sendete. Hauptsächlich ging es wohl um die Finanzierung von BHRT selbst, daneben wurde aber auch über Irgendwas mit Eisenbahn und Güterverkehr berichtet. Mehr konnten wir uns leider nicht erschließen. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/i2ge6xrtvmqpbd3alwq1h/IMG_4847.jpeg?rlkey=biuc6pges6ts1mgs6v5rtpft0&st=m6z0sepx&dl=0[/img] Gegen 20:00 Uhr gingen wir im hoteleigenen Restaurant, übrigens das einzige Restaurant, welches wir in Maglaj online finden konnten, essen. Das Essen haute uns nicht vom Hocker, war aber absolut okay. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/u0qguf5ioc7yjosswo32b/IMG_3768.jpg?rlkey=ilfb6bf40ljsmvxckn6jmhaut&st=ds9op83o&dl=0[/img] Nach wenigen Schritten zurück in unser Zimmer fielen wir schon in unsere Bettchen. [b]Tag 5 - Über die Bosnabahn nach Sarajevo[/b] Der Wecker klingelte schon um 05:00 Uhr, denn von Maglaj fahren täglich nur zwei (!) Züge ab. Ein Regionalzug um 04:48 Uhr nach Zenica und ein Schnellzug („Brzi“) um 06:07 Uhr nach Sarajevo. Um den letzten Zug des Tages zu erwischen, verließen wir das Hotel schon um 05:40 Uhr. Am Schalter kauften wir ein Fahrschein nach Sarajevo und machten uns dann auf den Weg zum Bahnsteig. Der Zug war aus zwei 1.Klasse-Wagen gebildet, welche ich erstmals auch [url=https://www.vagonweb.cz/razeni/vlak.php?rok=2026&id=65378]bei Vagonweb dokumentierte[/url]. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/7bxfgk7dkpwual9qe7dzt/IMG_3772.JPG?rlkey=comhx5jkr3gx804v8i6g48mw6&st=ug3z7yli&dl=0[/img] Während die Lok beleuchtet war, herrschte am Bahnsteig völlige Dunkelheit. Keine einziges Lämpchen brannte. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/cl7dh8k36hfjr4bsgnrbv/IMG_3776-2.jpg?rlkey=mzsr76nff3k0n2779bg4bmhdb&st=gygp2y62&dl=0[/img] Wir nahmen im ebenfalls sehr dunklen und ehemaligen schwedischen Wagen platz. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/55h0dw9l31tyzjcdtqk1v/IMG_4857.jpeg?rlkey=j1t4yc2tt1xai8oh9cws1atnu&st=6co8uflt&dl=0[/img] Mithilfe unserer Handytaschenlampe konnten wir auch eine Blick auf die Bilder und die schwedischen Spendenplakette werfen. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/379f60lrz0iy4yfdoer4p/IMG_4860.jpeg?rlkey=s2sr8br0gkzae2nbeuwer4k9k&st=3seaaha7&dl=0[/img] Auf die Minute pünktlich um 06:07 Uhr verließen wir Maglaj. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/0yxztyx73x2z4scaykbcp/IMG_4865.jpeg?rlkey=9oyoarb542mb6d5zm5fr0c7lj&st=ivli6s6f&dl=0[/img] Versunken in den blauen Sesseln beobachteten wir halbwach, wie sich der Zug in der Dämmerung durch das Bosnatal schlängelte. An (nahezu) jeder Station fand ein Fahrgastwechsel statt, so dass im Zug durchaus einige Menschen mitfuhren. Auch in Zenica fand reger Fahrgastwechsel statt. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/s8c5uywkd16lcmn20fc1x/IMG_4882.jpeg?rlkey=82pjoo2g22tfh8xo1wdbaq2j2&st=ddythrga&dl=0[/img] Nach einer schönen Fahrt entlang der Bosna erreichten wir gemeinsam mit den ersten Sonnenstrahlen die ersten Häuser von Sarajevo. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/we3vahvozh0m6gv02cs3d/IMG_4898.jpeg?rlkey=hpfnze9driowlt0hn5t421q3u&st=2w7ndcgo&dl=0[/img] Es war ein durchaus besonderes Gefühl entlang der Hochhäuser, mit Bergen im Hintergrund und vorbei an verfallenen Bahnanlagen in Sarajevo einzurollen. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/px98mnvmxfq1c25mm6o3i/IMG_4905.jpeg?rlkey=iup6kutmog61ffsloesgv8ay0&st=rnz9cf1e&dl=0[/img] Bei positivstem Dimitrovgrad-Gefühl war es soweit: Wir hatten Sarajevo erreicht! Kurz nach der Abfahrt kuppelte die Lok schon ab. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/bnu3mev5jczicge4bdgrb/IMG_4913.jpeg?rlkey=5yymq7ut9ba33apsoypyls36u&st=dddazfn5&dl=0[/img] [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/bf6o44swj1zv9m7aacf8g/IMG_4914.jpeg?rlkey=oppgqgjtpy1jciien39dd75zw&st=cactlmei&dl=0[/img] Ein bisschen lustig, aber ganz nach unserem Geschmack, fanden wir die Bilder von verlassenen Orten in der selbst ziemlich verlassenen Bahnhofsunterführung. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/izv8mx3j7okl7numm07xo/IMG_4916.jpeg?rlkey=faczgu2mrvxetdnsn4g5u4are&st=c74fwv31&dl=0[/img] In der markanten Bahnhofshalle war auch nicht viel los. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/czpey934vcxlwaky7bve4/IMG_4917.jpeg?rlkey=r05bt0yr2p64uy7csc18i3sji&st=lm7vmtb7&dl=0[/img] Wir verließen den Bahnhof recht zügig, denn wir wollten etwas frühstücken. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/zgzm465ogvesyy0r1omyj/IMG_4920.jpeg?rlkey=wmucoy0knjurxvhbe8qvkm5wn&st=7wol29f6&dl=0[/img] Auf dem Weg liefen wir auch noch am Sitz der drei Staatsoberhäupter Bosnien-Herzegowinas vorbei. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/u13llrmk31x345riuuec2/IMG_4926.jpeg?rlkey=ca9csmyw2t2kdua7xn48ctu3w&st=l361xyez&dl=0[/img] Eine erste Straßenbahn ließ sich auch blicken. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/wyvezycbg6fqjlperqz2l/IMG_4927.jpeg?rlkey=xi44whzy2nxrxfp2gagwyolbd&st=ldipz9rj&dl=0[/img] Sarajevo empfing uns bei Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen, was uns spürbar positiv stimmte. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/f1covf1rp44su69we8znu/IMG_4928.jpeg?rlkey=auig98ga7vwt11tsk3iaip8f3&st=f0a585uz&dl=0[/img] Im [url=https://www.google.com/maps/place/habitus/@43.859842,18.415894,705m/data=!3m2!1e3!4b1!4m6!3m5!1s0x4758c913e2a5c3b5:0xf295b0d30a7c8298!8m2!3d43.859842!4d18.4184689!16s%252Fg%252F11w2n2lt4s!5m1!1e2?entry=tts&g_ep=EgoyMDI2MDIxMS4wIPu8ASoASAFQAw%253D%253D&skid=3d5b3fdd-c588-44c3-bbb1-3816e34fc12b]Cafe Habitus[/url] aßen wir leckeres Morgenessen und verweilten ein schönes Stündchen. Nach einem schönen Spaziergang entlang der Berghänge waren wir gegen 13:00 Uhr an der Drvenija. Von der Drvenija most lichtete ich unser Wohnhaus (links) für die nächsten drei Nächte ab. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/x7fhif7qjk03ab4c1wrjv/IMG_4943.jpeg?rlkey=45xhabwmwto1e37xzvepz9l0u&st=8yj5s9hn&dl=0[/img] Wie vereinbart trafen wir uns um 13:00 Uhr mit dem Vermieter unserer Wohnung, der uns zu unserer schönen Wohnung in der sechsten Etage führte. Die Wohnung war unspektakulär, aber schön eingerichtet und zeichnete sich durch die zentrale Lage, aber dennoch ohne hypertouristischen Touch aus. Am frühen Abend fuhren wir mit der Straßenbahn zur Universität und liefen dann entlang der Miljacka vorbei am Nationalmuseum und dem Parlament zurück in Richtung Innenstadt. Das Rauschen des Wasser übertünchte den Straßenlärm und so wurde dieser Spaziergang an einem fast schon lauen Abend zu einem schönen Ausflug. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/lu62qvs0gqtyxn2j03xb3/IMG_4947.jpeg?rlkey=636c9jtbe0wfp4hj56pagca3h&st=zk26co89&dl=0[/img] Nach dem Abendessen spazierten wir noch etwas durch die Innenstadt und fielen dann müde ins Bett. [b]Tag 6 - Vom Baščaršija zum [/b][b]Aerodromsko naselje und wieder zurück [/b] Nachdem wir gemütlich ausgeschlafen hatten, schlenderten wir gegen 10:00 Uhr wieder zum Habitus Cafe, wo wir schon am Vortag lecker gespeist hatten. Danach liefen wir zur Baščaršija. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/efx5zkknmr46ofyfpq604/IMG_4950.jpeg?rlkey=ra8ihsyddjckgs2cwfykmy0o7&st=oa368o0q&dl=0[/img] An der Baščaršija angekommen, kam die Sonne raus und es wurde fast schon sommerlich warm, sodass wir all unsere Jacken auszogen. An der Haltestelle warteten wir auf einen Bus zum Flughafen, den ein Drittel unserer Reisegruppe musste von Sarajevo leider schon zurückfliegen. Der Bus kam jedoch auch nach über einer halben Stunde nicht. Am Kiosk wurde uns jedoch bestätigt, dass der Bus direkt an der Straßenbahnhaltestelle halten solle. Nach über 40 Minuten kam der Bus dann doch noch und wir gaben uns im sehr heißen Bus quasi eine Extrarunde Stadtrundfahrt. Nach etwas mehr als einer halben Stunde waren wir vor dem Flughafengebäude angekommen. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/7nezagevgfre7abqrnmfs/IMG_4957.jpeg?rlkey=8dwg4gfjqyi8rkerofhoswdha&st=tlsxb1os&dl=0[/img] Am modernen Flughafen (wenn so ausgebaut doch nur das Bahnnetz wäre...) verabschiedeten wir uns. Anstatt wieder auf irgendeinen Bus zu warten, liefen wir über das nicht unbedingt für zu Fuß gehende optimierte Flughafenvorfeld in die Flughafensiedlung Aerodromsko naselje. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/uox73awjnuh1ky06mslcw/IMG_4958.jpeg?rlkey=oozw2tqamq2x3khjmiq6ffmnk&st=1ao8jx9s&dl=0[/img] Wir liefen etwa eine Drei­vier­tel­stun­de durch die Vorstadtsiedlung(en) bis zur Tramhaltestelle Nedžarići, was sehr interessant war. Mit der Straßenbahn fuhren wir dann zur Uni und liefen über das Campusgelände vorbei am Busbahnhof zum Bahnhof. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/hk85j09as6romdksuh0g0/IMG_4960.jpeg?rlkey=d4mgl23ozptw4xx3bqlz2yihb&st=9wmutyyq&dl=0[/img] [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/9hind1j2j1vjmwil9s470/IMG_4961.jpeg?rlkey=p5glyb2ih6of0a47zcwxvjs0r&st=cjwfb76c&dl=0[/img] Alle ankommenden und abfahrenden Züge in Sarajevo. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/yatbvz23aigqiw2fyiuef/IMG_4962.jpeg?rlkey=smzmkft0yefcnlqdg25eexozv&st=6zu37dgs&dl=0[/img] Am Schalter kauften wir dann ganz unkompliziert unsere Fahrkarte für die Weiterfahrt nach Čapljina am übernächsten Tag. Auf dem Rückweg in die Innenstadt, keine fünf Minuten vom Bahnhof entfernt, kamen wir an einem winzigen Pita-Laden vorbei und kauften dem Verkäufer das letzte Stück Pita Sirnica ab. Auf einer Parkbank aßen wir diese Köstlichkeit dann genüßlich. Um gleich beim Essen zu bleiben: Gegen 20:00 Uhr machten wir uns wieder auf zum Abendessen und wurden in der [url=https://www.google.com/maps/place/Trattoria+Bon/@43.8578257,18.4234145,705m/data=!3m1!1e3!4m6!3m5!1s0x4758c8c588ae4815:0x53783f11e4d5ad43!8m2!3d43.857893!4d18.423348!16s%252Fg%252F12qh1skjt!5m1!1e2?entry=tts&g_ep=EgoyMDI2MDIxMS4wIPu8ASoASAFQAw%253D%253D&skid=c5c8f846-b142-44f1-a3fc-75525f8e3fbe]Trattoria Bon[/url] fündig, wo wir leckeres Essen genoßen. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/hxng51kz6pvwh6l2gqs2l/IMG_3815.jpg?rlkey=2viqw1em4ohoa14gfiwza6qhu&st=1a8cnzbp&dl=0[/img] Nach dem Abendessen spazierten wir über die Latinska Ćuprija, also quasi die Brüke, an der mehr oder weniger [url=https://de.wikipedia.org/wiki/Attentat_von_Sarajevo]der Erste Weltkrieg ausgelöst[/url] wurde. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/0qw383yvf8pzugfzadh6l/IMG_4968.jpeg?rlkey=2d9kvu1wapw5fv50nth7yyqjf&st=kgrq78p5&dl=0[/img] [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/jsmvufnjzw03yb97pm3i3/IMG_4969.jpeg?rlkey=0e9ee7zdeha7dhzun2ow81g2z&st=vpyxxiom&dl=0[/img] Nach einem abendlichen Blick auf die Miljacka begaben wir uns wieder in unser Gemach und schliefen dem nächsten Tag entgegen. TEIL 2 [b]Tag 7 - Sarajevo von oben: Grenzgänger zwischen Föderation und Srpska [/b] Auch am siebten Tag unserer Reise schliefen wir erstmal gemütlich aus, bevor wir gegen 11:00 Uhr die Wohnung verließen. Auf dem Weg in die umliegenden Berge schnabulierten wir erstmal kurz zuvor in einem Pita-Laden gekaufte Pita bzw. Burek und traten dann den Aufstieg an. Über steile Treppen, Gassen und Straßen gewannen wir immer mehr an Höhe, so dass wir schon nach kurzer Zeit beeindruckende Ausblicke auf Sarajevo hatten. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/4c0p9gqcp6zm805s7a0lk/IMG_4971.jpeg?rlkey=8yg68hjv3gsb6yd56hsamlny6&st=f661args&dl=0[/img] Über die am Hang gelegene Siedlung [url=https://mapy.com/s/dehatujoge]Soukbunar[/url] ging es für uns immer weiter bergauf. Während sich die Umgebung zwischen Einfamilienhäusern und Bäumen abwechselte, waren wir auf einmal in der Republika Srpska. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/zsxm6t98kh37fa50u6riv/IMG_4974.jpeg?rlkey=gbeaxeb2bpsy1q2weu9xq5y6i&st=yjz649k9&dl=0[/img] Während wir durch die [i]Republika[/i] schlappten, kamen wir auch an einem skurrilen [url=https://www.google.com/maps/place/Abandoned+hotel+Osmica/@43.8453245,18.4168222,1195m/data=!3m1!1e3!4m6!3m5!1s0x4758c9002de368a1:0xc09ce9d6245ac6db!8m2!3d43.8448163!4d18.4220519!16s%252Fg%252F11m6f7v856!5m1!1e2?entry=tts&g_ep=EgoyMDI2MDIxMS4wIPu8ASoASAFQAw%253D%253D&skid=a86b247f-0de0-47ed-80f1-baca43046f17]Hotel[/url] vorbei. Also zumindest soll es das einst gewesen sein. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/dmx5ytm5kuxzac9zj4nl3/IMG_4975.jpeg?rlkey=3vhf5w0urci8dyu9mbpm76x2h&st=lpbb3twp&dl=0[/img] Kurz darauf kamen wir zu einem leeren Parkplatz, einer neuen Straßen und einem komischen Werbeschild. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/7ig4bwr8n6to3qloqt9wg/IMG_4976.jpeg?rlkey=zlfg1mwiip7ugjd14lzokaux7&st=tntpngs1&dl=0[/img] Nachdem wir etwa 15 Minuten an der Straße entlang gelaufen waren, kamen wir - immer noch in der Republika Srpska - zu einem merkwürdigen [url=https://www.google.com/maps/place/Sunnyland/@43.8421787,18.4137711,557m/data=!3m1!1e3!4m6!3m5!1s0x4758c8ef01e8a6c9:0x10d8bb85d07a4168!8m2!3d43.8415173!4d18.4145571!16s%252Fg%252F11cr__4jxk!5m1!1e2?entry=tts&g_ep=EgoyMDI2MDIxMS4wIPu8ASoASAFQAw%253D%253D&skid=e9655034-35f3-4ec0-b811-51aa8dc37b65]Freizeitpark[/url]. Wir bogen da lieber rechts ab und liefen wieder bergab. Über die Hambina Carina-Straße, die wir teils auch schon auf dem Hinweg benutzt hatten, liefen wir wieder bergab und kamen bald darauf - längst wieder in der Föderation - am Friedhof Mezar Hadži Salih ef. Ibrišević vorbei. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/2z1mvbl5nr6snyml7musp/IMG_4987.jpeg?rlkey=7fxil5ab4ewpet07fidtz7t7h&st=tgrz4ig8&dl=0[/img] Kurz vor 15:00 Uhr waren wir wieder im Tal und gingen zum Abschluss unseres kleinen Ausfluges ins beeindruckende Café des Hotel Europe, oder wie wir es nannten: k. u. k. Café. Während wir ein Club-Sandwich und ein schokoladig gefüllten Palatschinken aßen, beobachteten wir die unterschiedlichsten Leute. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/kdl1c4041dn78nzuvj0on/IMG_4989.jpeg?rlkey=h27676vgt1wo1isj4g9j8ut5v&st=063yhm48&dl=0[/img] Nach der leckeren Stärkung in diesem außergewöhnlichen Ambiente machten wir uns noch auf den Weg in die Innenstadt mit der Mission die Post zu finden, was wir recht schnell dann auch taten. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/knvc1fyby8yl6lr198ljt/IMG_4990.jpeg?rlkey=g4alflxbnk851qgkinur7148n&st=18x672fb&dl=0[/img] Den Nachmittag faulenzten wir dann etwas in der Wohnung, bevor wir am Abend - für uns mäßig erfolgreich - kurzzeitig eine Ausstellungseröffnung besuchten und den Abend wieder in der Trattoria des Vorabend ausklingen ließen. Gute Nacht, Sarajevo! [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/j2hxas978mdk228dikfzu/IMG_4995.jpeg?rlkey=ux4uvru68m6bnuy2qh2us6h98&st=dkhq4w3w&dl=0[/img] [b]Tag 8 - Über den Ivanpass und durch die Neretvaschlucht an die Küste der Adria[/b] Unser Wecker klingelten schon um kurz nach 05:00 Uhr, denn für den heutigen Tag stand eine lange Reiseetappe an. Nachdem wir unsere Sachen zusammengepackt hatten, kauften wir gegenüber unserer Unterkunft in einer Bäckerei noch Proviant für die Reise ein. Um 06:40 Uhr warf ich einen letzten Blick auf die Miljacka, bevor wir zum Bahnhof abbogen. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/0v9116bbaiwnkfe3g22o2/IMG_4998.jpeg?rlkey=b73na46fcyl7cfdo7kv0o9rho&st=l497bvto&dl=0[/img] Am Bahnhof stand der Talgozug Brzi 721 nach Čapljina schon längst bereit und war auch schon überraschend stark gefüllt. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/a041nginf8h92t3me1itr/IMG_5006.jpeg?rlkey=ntyvd5pcx2vslhvwp8ez58c88&st=tvlte2zw&dl=0[/img] In der tariflich inzwischen abgeschafften 1.Klasse fanden wir mit Glück dann aber noch eine freie 2er-Reihe, was eine gemütliche Fahrt versprach. Gegen 07:15 Uhr rollten wir los und sagten Sarajevo Auf Wiedersehen. Während wir durch die Vororte von Sarajevo ratterten nickte ich kurz ein, wachte rechtzeitig vor der Gebirgspassage jedoch wieder auf. Entlang von Berghängen und über hohe Viadukte windete sich nun der Zug entlang. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/86d5b9kh5qh9dgxb0qk7m/IMG_5021.jpeg?rlkey=ok58xrrml7ebag5t79ccas7tm&st=18lqqgn1&dl=0[/img] Während wir ständig neue Ausblicke hatten und die Bergwelt aus einem neunen Blickwinkel betrachten konnten, windete sich der Zug Meter für Meter und Tunnel für Tunnel weiter bergab. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/3jtpdvdjc354p3u01m2lb/IMG_5024.jpeg?rlkey=llswtg2m6fxwyt8zasyac5rcn&st=1egdxbry&dl=0[/img] Nach dem Halt in Konjic fuhren wir entlang der Neretva, die sich mal als schmaler Flus in einer Schlucht und mal als breiter See präsentierte. Ungefähr zwanzig Minuten verspätet, die reguläre Ankunftszeit wäre 09:15 Uhr gewesen, erreichten wir Mostar, wo nahezu alle Fahrgäste ausstiegen. Nach Mostar konnte ich so auch einmal den Innenraum festhalten. Hier (im Bild unten) ist die 2.Klasse zu sehen. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/hrd7hws9jokx7b5xhubdl/IMG_5031.jpeg?rlkey=5jfp1s201tkr61u1wrtfegjdf&st=kk95lzps&dl=0[/img] An der Bar war leider auch kein Betrieb. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/9retxlfcukgjfukz2jrik/IMG_5030.jpeg?rlkey=c36p21qena2sb5pm9zbis239p&st=e5e471gw&dl=0[/img] Nach einer schönen Zugfahrt durch Bosnien und Herzegowina erreichten wir um 10:00 Uhr Čapljina, wo der Zug endete und die letzten Fahrgäste das Gefährt verließen. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/i84ict17jtsu4j96u5nxc/IMG_5032.jpeg?rlkey=m1jxwhw7rcmx0qu8k57vd7p6a&st=aqwf8up8&dl=0[/img] Im Bahnhofsgebäude befand sich eine gut besuchte Bar und ein Fahrkartenschalter. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/ockhfncc30u3g8m22ffzb/IMG_5035.jpeg?rlkey=2oi6g32a7sk75s1qbhgde5uja&st=hod4g8y8&dl=0[/img] Der nächste [url=https://www.ec-tobias.de/service/2026/hr-k074_251214-01.pdf]Zug ins kroatische Ploče sollte erst um 19:31 Uhr[/url] fahren, weshalb wir zuvor uns ein [url=https://www.facebook.com/taxiorangecapljina/?locale=de_DE]Taxi[/url] bestellt hatten, welches uns für 15 EUR über die EU-Außengrenze nach Metković bringen sollte. Der Taxifahrer lief mit einem Zettel (auf dem - glaube ich - sogar ein Name von uns stand) durch den Bahnhof, um uns zu suchen. Ich hatte den Mann zwar schon vorher gesehen, jedoch nicht auf den Zettel geachtet, da ich dachte, er sei vielleicht ein Bahnmitarbeiter. Schließlich fanden wir den Taxifahrer aber doch, bzw. er uns und er fuhr uns sicher und freundlich nach Metković. Währenddessen erzählte er uns, dass er, obwohl er in Bosnien und Herzegowina lebe, die kroatische Staatsangehörigkeit habe - und damit einen EU-Pass. Dass sei bei vielen Menschen in der Herzegowina so, erzählte er uns. In Metković ließ er uns am Busbahnhof raus und wir bedankten uns für die gute Fahrt. Während es aufgehört hatte zu Regnen, ließen wir uns bei angenehmen Temperaturen - mit Jacke konnte man super draußen sitzen - am Busbahnhof in einem Cafe nieder, von wo wir einen perfekten Blick auf alle Busse hatten. Unser Bus nach Split, sollte - so der Onlinefahrplan, über den wir auch schon die Tickets gekauft hatten - um 11:30 Uhr abfahren. Nur um 11:30 Uhr war weit und breit kein Bus mit Aufschrift Split zu sehen. Bei leckeren Pita war dies aber nicht schlimm und schließlich waren wir im Urlaub und hatten keine Eile. Gegen 12:20 Uhr kam dann doch mal der Bus, der uns nach Split bringen sollte. An der Frontscheibe war auch der Fahrplan auf einem Schild aufgeschrieben und dort stand offiziell 12:30 Uhr als Abfahrt von Metković dran. Der halbwegs komfortable Bus war recht leer und so waren wir, als wir Metković um punkt 12:30 Uhr verließen, (fast) die einzigen Fahrgäste. Unser Gepäck mussten/sollten wir übrigens auch nicht in die Gepäckfächer verstauen, sondern in den Bus mitnehmen, was wir dank des leeren Buses begrüßten. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/3yar5e2275ychyv5gt1wt/IMG_5044.jpeg?rlkey=9e3p71um4zaapfxeedtdd368l&st=to81bdau&dl=0[/img] Schließlich ging es entlang einer Delta-ähnlichen Landschaft nach Ploče, die ich als sehr [i]anders[/i] und dadurch beeindruckend wahrgenommen habe, obwohl sie mir - wahrscheinlich dank der zahlreichen Fotoberichte über Züge auf diesem letzten Abschnitt der Sarajevo-Ploče-Bahn - auch ein bisschen vertraut vorkam. Diese sehr grüne und hügelige Landschaft mit schönen Ortschaften dazwischen, machte mir jedenfalls sehr Lust, diese Gegend eines Tages ausführlicher zu erkunden. Am Busbahnhof von Ploče fand ein nahezu minimaler Fahrgastwechsel statt und danach ging es über Küstenstraßen und an steilen Abhängen an der Adria entlang. Während wir ab und zu auch durch schmucke Ortschaften fuhren und manchmal auch anhielten nahmen wir die Landschaft als sehr beeindruckend war. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/0daz1p2egwrtz9ditw99p/IMG_5049.jpeg?rlkey=n0t2g3u03lypijutaatednh4i&st=cvzsc3da&dl=0[/img] Um 15:40 Uhr erreichten wir bei Sonnenschein den Busbahnhof von Split. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/1l6ffwokpvrvb9q3wm4bq/IMG_5051.jpeg?rlkey=ah10eieatdi8cqifvutobympc&st=7gu53jtm&dl=0[/img] Am Bahnhof, der direkt neben dem Busbahnhof der zweitgrößten Stadt Kroatiens liegt, stand sogar ein modernes Triebwägelchen mit Fahrtziel Kaštel Stari. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/pwd7akniu597kmo1lf54h/IMG_5053.jpeg?rlkey=umr0f17jfj3nudq64x1m600bx&st=g4asbpbo&dl=0[/img] Wir liefen nur wenige Minuten zu unserem Apartment und wahren dann natürlich hoch erfreut, als wir bemerkten, dass wir von dort Blick auf den Bahnhof und das Meer hatten! [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/ik3cz32wl8jcjfenyw8qb/IMG_5055.jpeg?rlkey=h97p1zn2d2gjq2ccgchepvllk&st=3lfoy304&dl=0[/img] Nachdem wir unser Gepäck abgelegt hatten, verließen wir unser Apartment wieder, denn wir wollten Split etwas entdecken und wann geht das besser als Anfang Februar? [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/6qcpzm6btywvc6a514qa3/IMG_5056.jpeg?rlkey=dlpcg0flt29fcoc094uh2vwzy&st=2mauadys&dl=0[/img] [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/a35vww4adfuh5l64xlmbg/IMG_5058.jpeg?rlkey=7bj6cmi649ms1f99erhj7lzkr&st=vuw9btkv&dl=0[/img] [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/pdw5au5lww31jeiphq569/IMG_5059.jpeg?rlkey=woupgc7ao290dm3a253dzurkv&st=xfxwbt2i&dl=0[/img] [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/7yp0ebojcd388wg555kl1/IMG_5062.jpeg?rlkey=w0zj7h1co5mdwdh13z8a07vzx&st=ij8c8oxr&dl=0[/img] Nachdem wir zunächst an der Promenade entlang spazierten, bogen wir dann in die Innenstadt ein. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/46ta9lnkfev1mldm2m11t/IMG_5063.jpeg?rlkey=fjocdvyz5x0s1o1whnkljakxa&st=1n0z5xkd&dl=0[/img] Zunächst liefen wir durch die Altstadt, kamen dann an großen Kreuzungen vorbei und spazierten schließlich durch Wohnblocks, was gefühlt das erste Mal war, wo wir in Split [i]echtes[/i] Leben sahen. Menschen liefen mit Einkaufstaschen umher, Kinder rannten auf dem Schulhof und Leute spielten Fußball. Danach waren wir wieder in einer ganz anderen Gegend angekommen, am Industriehafen. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/c5ybtanzwiweuye2v6qwf/IMG_5064.jpeg?rlkey=2xdxnjp30exai839oxrfb7k3d&st=c02g9yri&dl=0[/img] Am mit Drehkreuzen gesicherten Eingang von Brodosplit war für uns dann leider Schluss, aber wir hatten auch so schon spannende Atmosphären von Split aufgesaugt. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/uw771wunn2a3gjld71v0f/IMG_5065.jpeg?rlkey=mux9bis2l6nj4nad933wx9bj1&st=q9d88ena&dl=0[/img] Also gingen wir die Treppen hinauf - zur Autostraße. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/sk96j9mf1gj82r0pjvrqz/IMG_5066.jpeg?rlkey=z5inuc0gvaweaxsg1egz5xe1j&st=6qc6skm4&dl=0[/img] Da wir schon in der Nähe des Bahnhofes Split Predgrađe waren, liefen wir zu einer nahegelegenen Brücke und legten eine kleine Trainspotting-Einheit ein, denn es kam zufällig ein Regionalzug aus dem Umland, in Form eines Dieseltriebwagens der Baureihe 612, vorbei. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/p18p0zqpbjdvy71ztt658/IMG_3893.jpg?rlkey=k2silt38s1q6chijzbzsn2fji&st=iu8bhsax&dl=0[/img] Danach liefen wir recht direkten Weges wieder in die Innenstadt. Diese hatten wir schon fast für uns alleine - ein großer Kontrast für die Stadt, der sonst immer so viel Overtourism nachgesagt wird. Wir waren jedenfalls froh, im Februar hier zu sein und nicht im August. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/4brv3syosho79dhef5zgo/IMG_5072.jpeg?rlkey=a0z0ufn04vj7avgaxftlfo62b&st=y0fk5m9z&dl=0[/img] [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/g6n867x0yc8gquyg8oqsj/IMG_5076.jpeg?rlkey=7vlqcbe4ebgbjh9cqitj14ut4&st=bhwz8s1i&dl=0[/img] Das eigentlich von mir über Google Maps ausgewählte Restaurant hatte dann, entgegen der Angaben online, geschlossen, aber wir fanden auch so ein schönes Restaurant, was uns zusagte. Mit Gulasch, Gnocchi (?), Pommes und Brot speisten wir lecker und ließen den interessanten Reisetag ausklingen. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/ndm87nvfv9ob23aaidem1/IMG_3900.JPG?rlkey=akwpqisiz3dcw8znyi024b7xe&st=ru1md7f2&dl=0[/img] Beim Bezahlen wurde uns dann wieder deutlich, dass wir mit Split wieder in einer hochpreisigen Tourismusregion sind, denn in Sarajevo hätten wir für den Preis drei mal Essen gehen können. Nach dem Abendessen liefen wir unter den Palmen entlang der Promenade wieder zurück zu unserem Apartment. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/a14aycgrvlw6lhxwm84uc/IMG_5078.jpeg?rlkey=xufg9efq2mf4vnthimtryiwb0&st=vsf0590h&dl=0[/img] [b]Tag 9 - Ganz viel Gucken [/b] Am nächsten Morgen gegen 07:00 Uhr sahen wir aus unserem Fenster eine lange Zuggarnitur am Bahnhof Split stehen. Vielleicht ein Nachtzug aus Zagreb?! [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/s0xxg2mrq8978u2bdd8y4/IMG_5080.jpeg?rlkey=m0x4myow6ah4fy3cvqptmgzhh&st=4mlkxzf5&dl=0[/img] Auf dem Weg zum Bahnhof machten wir noch einen kleinen Schlenker zu einem Supermarkt und zu einer Bäckerei, wo wir leckeres Proviant für die achtstündige Zugfahrt einkauften. Am Bahnhof stand die Drei-Wagen-Garnitur des IC 520 „Marjan“ schon bereit, während die Lok noch umsetzte. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/vikc88d34ehj3m78a8lxw/IMG_5082.jpeg?rlkey=qhklj6ru6he4beroyaahun5rt&st=l6fbo031&dl=0[/img] Wir hatten natürlich im Fahrradwagen reserviert, denn der hatte nicht nur, wie die anderen beiden Wagen auch, Abteile, sondern, im Gegensatz zu den anderen beiden Wagen, Übersetzfenster! [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/ewx187bxpeh3e2kqaglm8/IMG_5085.jpeg?rlkey=u3n25jv4wwme25e2x0yoapgfm&st=7edk44v0&dl=0[/img] Wir machten es uns gemütlich und freuten uns auf die achtstündige Zugfahrt im Abteilwagen mit FensterAuf. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/3pr0jnai0g2of6yfzob8b/IMG_5087.jpeg?rlkey=w5pnd0eogjy3efdt5asq92ck5&st=ckxdor4t&dl=0[/img] Direkt neben „unserem“ Abteil war der Fahrradbereich, der Grund, weshalb unser Wagen mitgeführt wurde. Während der gesamten Fahrt sah ich jedoch kein einziges Fahrrad im Zug. Auch ansonsten war der Zug recht leer, was sicherlich auch daran lag, dass man mit dem Bus nur fünf statt acht Stunden braucht - und es Februar war. Uns gefiel die Leere jedoch. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/ura43swx7dx6mpvzsflu7/IMG_5088.jpeg?rlkey=zy2epa9orcr7hyzbitizxi8v1&st=u0zea6ag&dl=0[/img] Auf die Minute um 07:54 Uhr rollten wir in Split los. Eine Stadt, in die es uns im August zwar nicht zieht, die man im Februar aber gut mal besuchen kann. Wir waren jedenfalls froh, Split besucht zu haben. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/8nxih2fq6aus88wouvz8x/IMG_5091.jpeg?rlkey=nhb6ij4mrsab3iwmv7wl6e1r7&st=7bl4v9pz&dl=0[/img] Dann ging es erstmal im Tunnel unter der Stadt hindurch. Genug Zeit, um zu erfahren, dass schon seit 2005 auf der Strecke Split-Zagreb ex-DB [url=https://de.wikipedia.org/wiki/DB-Baureihe_612_(1998)#Kroatien]Dieseltriebwagen der Baureihe 612[/url] eingesetzt wurden. Erst seit 2025 verkehren wieder lokbespannte Züge als IC „Marjan“, was der ausschlaggebende Faktor war, weshalb wir uns entschieden über Split zu fahren. Am anderen Ende des Tunnels waren wir schon in Split Predgrađe, von wo wir einen Blick auf den Hafen werfen konnten. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/dzqm6k0n1vl13id3srn38/IMG_5095.jpeg?rlkey=or3qmx5pdl477d89f4cnyukyz&st=uiokcpeo&dl=0[/img] Anschließend ging es parallel zur Küste, während wir uns langsam von dieser entfernten und an Höhe gewannen. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/m03cxh95pw2hvi4z6hewv/IMG_5099.jpeg?rlkey=3c7yuic7rw1qcqela6vci8paw&st=kqdi5k4s&dl=0[/img] Unterwegs kreuzten wir mit einem (batteriebetrieben?) Regionalzug. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/yf9s0edz6kuth16h6lxlp/IMG_5108.jpeg?rlkey=v1vm4oo2pkwmsvmz3idsap44u&st=xs18v6iy&dl=0[/img] Meter für Meter entfernten wir uns weiter von der Küste und von Splits Vororten, während wir immer weiter durch die Natur ratterten. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/tkcj8ua87t79e5vo3htyb/IMG_5110.jpeg?rlkey=hw6qkno0w5a06n4fezfoje32e&st=9i65wb7r&dl=0[/img] [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/inyzhji506zmboplo6zbt/IMG_5113.jpeg?rlkey=4uitdyktkir99ncdwq6za8tq6&st=knylmsur&dl=0[/img] Schließlich verließen wir die urbane Gegend endgültig und fuhren auf hohen Dämmen entlang steiler Abhänge durch das Gebirge. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/qktd0czkwjs1ary4fowgb/IMG_5114.jpeg?rlkey=0e2bxjwtqpraxwlo3wrk5jwkw&st=imhjhs86&dl=0[/img] Ein letzter Blick auf das adriatische Meer... [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/a2008d0iezung6np861lu/IMG_5116.jpeg?rlkey=alqbwstvmz0ko37f97mdwhn3e&st=fwawcnf5&dl=0[/img] Dann ratterten wir durch Gegenden, in denen teils nur die Eisenbahn von Menschen zeugt. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/8zucarv7dpe8oz32sf6jo/IMG_5118.jpeg?rlkey=emj2g7604stopgvv5hx6lzndl&st=jvg8qn9y&dl=0[/img] Während wir Pita und weitere leckere Gebäcke aus unserem privaten Bordbistro aßen, fuhr der Zug, der sich hier eher wie ein Regionalzug als wie ein Intercity anfühlte, durch die Landschaft. Nein, durch die Landschaft[i]en[/i]! Denn alle paar Kilometer änderte sich die Landschaft, das Bild, dass wir sahen, wenn wir aus dem Fenster blickten. Und obwohl der Zug langsam fuhr und wir lange unterwegs waren, fühlte sich die Fahrt sehr kurzweilig an, denn immer gab es was zu sehen. Hier ein Berg, da ein Haus, dort ein Mensch. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/n6i95ycvohbchy7cmoy1x/IMG_5125.jpeg?rlkey=w5but140ampgniq8hujronp99&st=ehhx4ug6&dl=0[/img] Unterwegs passierten wir auch eine Station mit dem interessanten Namen Kosovo. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/r9ysw2dcrfl2zritl75dx/IMG_5127.jpeg?rlkey=2lvqc54h0md9mp0wkezvhpg8s&st=rpqmncm1&dl=0[/img] Bei der Einfahrt in den ehemals bedeutenden Eisenbahnknoten Knin konnten wir noch die Oberleitungsmasten sehen, denn einst führte die elektrifizierte Una-Bahn bis Knin. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/x8tefadw0pmxl6p0vq7a4/IMG_5131.jpeg?rlkey=wqlrfvoxmge64jtelsqy9yg3o&st=hnc3mm9w&dl=0[/img] Heute war Knin nur ein normaler Zwischenstopp. Einige Menschen stiegen aus, etwa zehn wieder ein. Dann ging’s weiter. Über Brücken, Viadukte, Flüsse durch Wälder und mit Blick auf Land- und Ortschaften. Ich kann mir fast nichts schöneres vorstellen. Der Zug war übrigens auch sehr sauber. Unser Abteil wirkte sehr einladend und sogar die Toilette funktionierte perfekt, Wasser, Seife und Papierhandtücher waren vorhanden! [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/ja84151qi0lubsdqkdjai/IMG_5136.jpeg?rlkey=03lab0v0fl0jbk38cabe26kx1&st=hd7ptme9&dl=0[/img] [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/2q8roidvzdfbldzy9ged2/IMG_5138.jpeg?rlkey=3mr9mvvurrw8eb0v2nit663n9&st=ba7c7c5l&dl=0[/img] Ab und zu fuhren wir auch an verlassenen und zerstörten Häusern vorbei. Nicht nur deshalb ist die Region, durch die die Lika-Bahn führt, sehr dünn besiedelt. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/endn4k0nwr3gt1osnilkh/IMG_5140.jpeg?rlkey=0tda6jycsw1nxc2zczelqanbd&st=d9cc60cj&dl=0[/img] Wir hatten wohl viel Puffer, denn irgendwo an einem Bahnhof standen wir etwa 20 Minuten rum. Viele Leute stiegen aus, auch ich, obwohl es klassisch gesehen [i]nichts[/i] zu sehen gab. Naja, außer der Lok... [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/eqmj09zmv2df2ub9toap6/IMG_5144.jpeg?rlkey=jbrh4bhgwrjl31j5t8gs2xnpw&st=0sklll31&dl=0[/img] Zwischendurch kam sogar mal die Sonne raus. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/wrw2rua02s115lfqe0lxe/IMG_5157.jpeg?rlkey=wbi6vuh6qf8m30urdmixwqp0z&st=unxpru7t&dl=0[/img] Im Sonnenlicht fuhren wir durch die Wälder Kroatiens. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/75u01jot1b7cd2d0s565a/IMG_5158.jpeg?rlkey=t20zijgubac8aj9busptaaffg&st=kahgzyx6&dl=0[/img] Es war eine friedliche Stimmung, während wir bei geöffnetem Fenster und den letzten Sonnenstrahlen gemächlich übers Land rollten. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/qdmiw9fdgbiwkt2efte7g/IMG_5163.jpeg?rlkey=f4ci48as6dukahl2jjq34s5qt&st=w620eu2h&dl=0[/img] Wie von der Schaffnerin schon bei der Fahrkartenkontrolle (Fun Fact: Die beiden Tickets Split-Zagreb haben bei der HŽPP übrigens nur 30 EUR gekostet - was ich voll fair finde, bei den ÖBB wären es 100 EUR gewesen) angekündigt, mussten wir Oštarije den Zug verlassen, denn zwischen Oštarije und Karlovac bestand Schienenersatzverkehr. Nach einer sehr schönen Zugfahrt verließen wir also das FensterAuf-Paradies und wechselten in einen Bus. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/p8hh4w5dfk9usjxc54soc/IMG_5168.jpeg?rlkey=hvq5ohqe6nk2y39anl51d6cul&st=mv52cqwz&dl=0[/img] Am Bahnhofsvorplatz dieser kleinen Station mitten im Nirgendwo standen schon drei Reisebusse bereit, die uns etwa eine Stunde bei einer voll okayen Fahrt nach Karlovac brachten. Dort folgten wir einfach dem Strom der Menschen und bald kam auch schon ein moderner Triebwagen eingefahren, der uns die letzte Stunde bis Zagreb brachte. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/jus7pzqx3n9fl7j656hb3/IMG_5176.jpeg?rlkey=k6z7glvu7i6vqxl6q2psqfspk&st=ybnlb49n&dl=0[/img] Vom Zagreb Glavni Kolodvor liefen wir zügigen Schrittes zum traditionellen [url=https://maps.app.goo.gl/VsoMjy6h1MHrvjwb6]Restoran Antin Gaj[/url], wo wir lecker speisten. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/1ch90lh7jvke7nxcpdcmj/IMG_3949.JPG?rlkey=lvyjs0evpdxipz1ikjuxakjh0&st=bmazkw4t&dl=0[/img] Um 17:40 Uhr waren wir zurück am Bahnhof und am Hausbahnsteig stand auch schon der EuroNight „Lisinski“, der uns wieder zurück nach Deutschland bringen sollte. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/825e6301ab47zb0h2h95r/IMG_5180.jpeg?rlkey=it073wjrlr2yivkx96xivug91&st=xj86wkyw&dl=0[/img] Wir hatten wieder ein Privatabteil Liegewagen reserviert. Der freundliche Schaffner begrüßte uns und pünktlich um 17:54 Uhr startete die Nachtzugreise. Nach weniger als einer halben Stunde hatten wir schon den slowenischen Grenzbahnhof Dobova erreicht, wo der Lokwechsel stattfand. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/gx43yvztmiyt484hiheyr/IMG_5187.jpeg?rlkey=0b7ud9e58caj4k32umipax8fl&st=u8osfit6&dl=0[/img] Die kroatische Lok kuppelte ab und die ÖBB-Taurus kuppelte an. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/mgj9m9c5jm80eceo4uj8t/IMG_5201.jpeg?rlkey=xl8glhszaaaapsjl39nb91lph&st=8g38iy1s&dl=0[/img] Anschließend ging es durch das schöne Savetal, wobei wir in Zidani Most rechts abbogen und damit außerplanmäßig, vermutlich wegen Bauarbeiten, über Maribor statt Ljubljana fuhren. Während noch Slowenien an uns vorbei rauschte, wog uns das sanfte Rattern des Zuges schon in den Schlaf. [b]Tag 10 - Das Finale in der Geislinger Steige[/b] Nachts wachte ich nur bei den Rangiermanövern in Schwarzach-St. Veit und Salzburg kurz auf, ansonsten schlief es sich im geräumigen Liegewagenabteil sehr gut. „Federal police, open the door!“ schallte es um kurz nach 04:00 Uhr durch den Zug, als die Bundespolizei diesen in Freilassing kontrollierte. Wir öffneten dem zugegeben recht freundlichem Polizisten die Tür und kramten unsere Pässe aus unseren Rucksäcken. Der Polizist fragte uns noch kurz woher wir kommen würden. Unsere Antwort „Zagreb“ und unser Nicken auf die Frage, ob wir dort Urlaub gemacht hätten, reichte ihm offenbar aus. Erst nach München konnte ich nochmal kurz einschlafen und hinter Augsburg beendete ich dann die Nacht endgültig, während wir durch beeindruckende Tristesse eilten. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/tacveul7b54x4sy63towx/IMG_5207.jpeg?rlkey=omj715ww8wwqf6x8r91sqgufk&st=miyc3xmv&dl=0[/img] Wir genoßen noch die letzten Kilometer auf Nachtzugschienen und schauten in die baden-württembergische Landschaft, während wir über die Geisinger Steige kletterten. Dankend lehnten wir die Frage des Schaffners ab, ob wir Kaffee oder Tee haben wollen würden, als uns dieser unser ausgedrucktes ÖBB-Onlineticket zurückgab. Fast ausgeschlafen erreichten wir nach einer schönen Fahrt und einer Reise mit vielen neuen Erlebnissen Stuttgart Hbf. [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/6md628y6xn6lnsv3g1yu0/IMG_5211.jpeg?rlkey=18fuqt9k74pj6fmamy2hnkmc2&st=2gvnqg8x&dl=0[/img] [img]https://dl.dropbox.com/scl/fi/a65fttpl45qn5vndycdwy/IMG_5215.jpeg?rlkey=7ou30wtdhde5l5b4z9c6v7v2k&st=86uoh6fk&dl=0[/img] Das war sie: Unsere winterliche Reise nach Sarajevo, zurück und mit viel dazwischen! In diesem Sinne [size=10px](ähh... in welchem?)[/size]: Auf Wiedersehen und Gute Reise! Tipps, Geschichten und Feedback sind wie immer willkommen! PS: Hier geht’s zur Übersicht all meiner Reiseberichte: https://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?099,10597346